Zum Hauptinhalt springen
Symbolik

Geburtsblume Dezember

Christrose und Stechpalme, ihre Bedeutung und der passende Winterstrauß

Dennis Jonda

·8 Min Lesezeit

Geburtsblume Dezember

Wir schauen uns an, warum es für den Dezember unterschiedliche Zuordnungen gibt, wann Christrosen tatsächlich blühen und wie sich diese winterliche Symbolik in einem modernen Strauß wiederfinden kann. Eine Einordnung aller zwölf Monate findest du in unserem Überblick zu den Geburtsblumen.

Christrose, die Hauptgeburtsblume im Dezember

Die Christrose, botanisch Helleborus niger, steht für Hoffnung mitten in der dunklen Jahreszeit. Sie öffnet ihre reinweißen Blüten, wenn der Garten längst kahl ist, und zeigt damit, dass auch mitten im Winter noch Leben steckt.

Um kaum eine Blume ranken sich so viele Legenden. Eine der bekanntesten erzählt von einem armen Hirten, der dem neugeborenen Jesuskind etwas schenken wollte, aber kein Geschenk hatte und deshalb weinte. Wo seine Tränen in den Schnee fielen, wuchsen die ersten Christrosen, die er dem Kind schenken konnte. Eine andere Erzählung verbindet die Blume mit dem Mönch Laurentius und dem Weihnachtslied Es ist ein Ros entsprungen. Botanisch ist die Christrose übrigens gar keine Rose, sondern ein Hahnenfußgewächs. Ihre vielen Namen erzählen ihre Geschichte, Schneerose, Weihnachtsrose, Schwarze Nieswurz nach dem dunklen Wurzelstock.

Aussehen und Sorten

Die Christrose bildet weiße, teils rosa überhauchte Schalenblüten mit bis zu 10 Zentimetern Durchmesser und goldgelben Staubgefäßen, über immergrünem, dunklem Laub. Sie wird nur etwa 25 Zentimeter hoch und wirkt trotzdem sehr präsent. Die Christrose ist winterhart und kann viele Jahre im Garten bleiben, nach der Bestäubung färben sich die Blütenblätter langsam grünlich und bleiben noch lange attraktiv. Ihre nahen Verwandten, die Lenzrosen, blühen etwas später und erweitern die Farbpalette um Rosa, Purpur und fast Schwarz.

Saison

Gezüchtete Christrosen können bereits ab November oder Dezember blühen, daher kommt auch die enge Verbindung mit Weihnachten. Wildformen öffnen sich meist erst ab Januar oder Februar. Insgesamt reicht die Blütezeit bis in den März, teils April. Damit gehört die Christrose zu den wenigen Geburtsblumen, die tatsächlich mitten im Winter draußen blühen können.

Christrose in der Vase, so hält sie

Als Schnittblume ist die Christrose etwas anspruchsvoller, mit dem richtigen Anschnitt kann sie aber bis zu zwei Wochen halten. Die Stiele schräg frisch anschneiden und zusätzlich unten 2 bis 3 Zentimeter kreuzweise einritzen, reife Blüten mit festen Blütenblättern wählen, kühl stellen und das Wasser alle zwei Tage wechseln. Eine schöne Alternative ist es, einzelne Blütenköpfe kurz unter der Blüte abzuschneiden und in einer flachen Wasserschale schwimmen zu lassen. Oder die Christrose gleich als blühende Topfpflanze verschenken, nach der Blüte kann sie in den Garten und dort über viele Jahre wiederkommen.

Stechpalme, die zweite Geburtsblume im Dezember

Die Stechpalme, Ilex aquifolium, im Englischen Holly, ist die einzige in Europa heimische Art einer Gattung mit mehreren hundert Arten weltweit. Ihre immergrünen, glänzenden Blätter und die roten Beeren machen sie zu einem starken Symbol für Beständigkeit und Schutz, in Europa ist sie außerdem eng mit der Winter- und Weihnachtszeit verbunden. Ilex-Zweige mit roten Beeren sind ein klassisches Material für winterliche Floristik und geben einem Strauß sofort mehr Struktur. Gut zu wissen, die roten Früchte bilden sich nur an weiblichen Pflanzen, und die Beeren sind giftig, sie sollten außer Reichweite von Kindern und Haustieren bleiben.

Christrose, Narzisse oder Weihnachtsstern, welche ist die Dezember-Geburtsblume

Für den Dezember gibt es mehrere verbreitete Zuordnungen. Internationale, vor allem englischsprachige Listen nennen häufig die weiße Narzisse beziehungsweise Paperwhite zusammen mit der Stechpalme. In deutschsprachigen Übersichten findet sich daneben die Christrose als besonders naheliegende Winterblume, vereinzelt wird auch der Weihnachtsstern genannt. Bei posyco stellen wir die Christrose in den Mittelpunkt, weil sie hierzulande besonders eng mit der Winterzeit verbunden ist. Die Narzisse nennen wir trotzdem bewusst, damit auch diese verbreitete Traditionsvariante sauber eingeordnet ist.

Der passende Strauß zum Dezember-Geburtstag

Winterlich und festlich

große Geste, ohne Kitsch

Amaryllis in Rot oder Weiß mit Ilex-Beeren, Tannengrün und Eukalyptus.

Nordisch und clean

ruhig, hell, modern

Weiße Blüten wie Christrosen, Lisianthus oder erste Ranunkeln mit viel Eukalyptus und Gräsern.

Natürlich und warm

hält lange

Getrocknete Gräser mit Zapfen- und Beerenzweigen und wenigen frischen Blüten in Creme, passend zur stillen Jahreszeit.

Im Dezember entsteht ein saisonaler Strauß aus dem, was der Winter in guter Qualität hergibt, zum Beispiel Amaryllis, Ilex, winterliches Grün, Eukalyptus und je nach Verfügbarkeit erste Frühlingsboten. Christrosen können ein besonderer Akzent sein, sind als Schnittblume aber nicht immer zuverlässig verfügbar. Ein Geburtsblumen-Strauß muss die Monatsblume auch nicht um jeden Preis enthalten, gerade im Dezember lässt sich ihre Bedeutung über weiße Blüten, Ilex, winterliches Grün und ruhige Formen aufnehmen. Du kannst deinen Strauß als einmaligen Strauß bestellen oder posyco zu Weihnachten als Geschenkabo verschenken.

Geburtsblume Dezember und die Sternzeichen Schütze und Steinbock

Wer zwischen dem 23. November und dem 21. Dezember geboren ist, gehört zum Sternzeichen Schütze, ihm werden häufig Optimismus und Zuversicht zugeschrieben. Die Christrose als Hoffnungsblume ist das perfekte botanische Gegenstück. Wer ab dem 22. Dezember geboren ist, gehört zum Sternzeichen Steinbock, in der klassischen astrologischen Beschreibung steht er für Ausdauer, Verlässlichkeit und stille Stärke. Dazu passt die Stechpalme, immergrün und beständig, sie hält dem Winter stand wie kaum eine andere Pflanze.

Geburtsblume Dezember als Tattoo

Die Christrose eignet sich mit ihrer klaren Schalenblüte gut als Geburtsblumen-Tattoo. Beliebt sind der feinlinige Stil mit einer einzelnen, geöffneten Blüte und dem Detail der Staubgefäße, der botanische Stil mit Blüte, Knospe und immergrünem Blatt wie aus einem alten Pflanzenbuch, und die Kombination mit der Stechpalme, ein Ilex-Zweig mit Beeren als einzigem Farbakzent. Wer mehrere Geburtstage in der Familie verbinden möchte, kann die Dezember-Blumen mit weiteren Geburtsblumen zu einem kleinen floralen Motiv kombinieren.

Häufige Fragen

Was ist die Geburtsblume für Dezember

Je nach Tradition werden Christrose, Stechpalme und die weiße Narzisse beziehungsweise Paperwhite genannt. Internationale Listen führen häufig Narzisse und Stechpalme, während deutschsprachige Übersichten auch die Christrose verwenden.

Was bedeutet die Christrose

Sie steht für Hoffnung mitten in der dunklen Jahreszeit, weil sie blüht, wenn im Garten kaum etwas anderes Farbe zeigt. Der Legende nach entstand sie aus den Tränen eines Hirten, der kein Geschenk für das Jesuskind hatte.

Wann blüht die Christrose

Gezüchtete Sorten ab November oder Dezember, Wildformen meist ab Januar oder Februar. Die Blütezeit reicht insgesamt bis in den März, teils April.

Ist die Christrose giftig

Ja, alle Teile sind stark giftig und der Saft kann die Haut reizen. Beim Anschneiden Handschuhe tragen, Vasenwasser nicht trinken, Kinder und Haustiere fernhalten.

Eignet sich die Christrose als Schnittblume

Ja. Mit frisch angeschnittenen und unten kreuzweise eingeritzten Stielen kann sie bis zu zwei Wochen halten. Alternativ die Blütenköpfe in einer flachen Wasserschale schwimmen lassen oder gleich die blühende Topfpflanze verschenken.

Warum heißt die Christrose Rose, obwohl sie keine ist

Wegen ihrer rosenähnlichen Schalenblüte und der Blütezeit um Weihnachten. Botanisch gehört sie zu den Hahnenfußgewächsen.

Welche Geburtsblume hat das Sternzeichen Schütze

Schützen, vom 23. November bis 21. Dezember, haben im November die Chrysantheme und im Dezember die Christrose als Geburtsblume.

Welche Geburtsblume hat das Sternzeichen Steinbock

Steinböcke, vom 22. Dezember bis 20. Januar, haben im Dezember die Christrose und im Januar die Nelke als Geburtsblume.
Teilen

Weitere Artikel

Symbolik

Geburtsblume Januar

Nelke und Schneeglöckchen begleiten den Januar als Geburtsblumen. Die eine bringt Farbe, Duft und erstaunliche Haltbarkeit in die Vase, die andere gehört zu den ersten Blüten, die sich draußen durch den Winter wagen. Gemeinsam stehen sie für Hingabe, Beständigkeit und einen neuen Anfang.

Dennis Jonda

·8 Min

Symbolik

Geburtsblume November

Die Chrysantheme ist die wohl eindeutigste Antwort auf die Frage nach der Geburtsblume im November. Während bei vielen Monaten mehrere Blumen nebeneinander genannt werden, steht hier fast immer die Chrysantheme im Mittelpunkt. Ihr Name bedeutet sinngemäß Goldblume, das passt zu einer Blüte, die dem Spätherbst noch einmal kräftige Farbe gibt.

Dennis Jonda

·7 Min

Symbolik

Geburtsblume Oktober

Die Geburtsblumen im Oktober könnten unterschiedlicher kaum sein. Die leuchtende Ringelblume trifft auf die zarte Cosmea. Gemeinsam stehen sie für Wärme, Lebensfreude und Harmonie und passen damit erstaunlich gut zum goldenen Herbst.

Dennis Jonda

·7 Min

Frische Blumen vom Blumenladen

Probier posyco aus

Saisonal, lokal gebunden und flexibel. Starte ein Abo oder bestell einen einmaligen Strauß für einen besonderen Anlass.